Energieversorgung für die Wohnung

  • Wie du schreibst, hat alles Vor- und Nachteile.


    Stromerzeuger

    + hohe Stromabgabe

    + schelle und zuverlässige Verfügbarkeit

    + einfaches Setup


    - auffälliger / lauter Betrieb

    - Abgase

    - Brennstoffe limitiert (Haltbarkeit und Vorrat)

    - Wartung


    Solar

    + leiser / unauffälliger Betrieb

    + nahezu unbegrenzte Funktion / keine Wartung

    + keine Abgase


    - geringe(re) Leistung

    - (Blei)Batterien schwer und teuer

    - komplexerer Aufbau des Systems


    Muss jeder für sich entscheiden, was zu seiner Situation am besten passt. Persönlich habe ich mich für Solar entschieden, liebäugel aber immer noch mit einem Honda EU20 o.ä. :)

  • Freunde von mir lebten in den norwegischen Wäldern in 2 abgestellten Wohnwägen komplett autark und das ganzjährig, d.h. auch im dort strengen Winter ohne Anschluss ans Stromnetz, die Wasserversorgung oder Kanalisation. Gerätschaften wie Kühlschrank, Kochfeld/ Backofen, Raumheizung und Warmwassertherme werden mittels Propangas betrieben und sie dürfen eine Waschmaschine bei befreundeten Nachbarn im nächsten Dorf benutzen. Strom(groß)verbraucher gibt's wenige, z.B. ein paar kleinere Pumpen f. Dusche u. Abwasch, LED-Beleuchtung, Gasmelder, Heizungsthermostat, usw. Durfte mal für ein paar Tage dort einziehen und was da an Solar-, Batterie,- Lade- und Umschalttechnik verbaut war hat mich echt überrascht. Der größere Wohnwagen ist ein zweiachsiges Riesenteil m. zig-Quadratmetern Solarfläche am Dach, großer LiPoFE Batterie, Lade- und Wandlerelektronik vom feinsten was damals (ca. 2017) der Stand der Technik hergab. Kostenpunkt für die Installation ca. 2.500+ Euro, wobei sie einen Großteil der Installationsarbeiten (Panelmontage am Dach, Kabel einziehen, uvm.) selbst durchgeführt hatten. Der 2te Wohnwagen ist kleiner, hat daher weniger Solarfläche und trotz preiswerter AGM-Batterien wars nicht viel kostengünstiger wie mir der Besitzer erklärte. Beide Systeme laden auch noch wenn ein Teil der Einzelpanäle im Schatten ist, usw. Wenn ich allerdings nächtens neben Laptop u. Beleuchtung z.B. die Akkus der Digicam, ein Tablet und Handy anstöpselte konnte man der Batteriestandsanzeige zusehen wie sie im Stundentakt an Kapazität verlor und die Balken verschwanden. Tagsüber bei entsprechender Sonneneinstrahlung war das weniger Problem, da wurde der Solarstrom batteriegepuffert an die Verbraucher durchgeschleift. Man lernt in einem solchen Setting sehr rasch Strom zu sparen und Momente wo's nicht sofort an die Batteriesubstanz geht auszunutzen! Sie haben auch einen Minigenerator, man sagte mir aber der sei selbst im Winter nur sehr selten im Betrieb und falls doch werden damit die fix verbauten Batterien aufgeladen.


    Aus dieser Erfahrung heraus würde ich mal behaupten dass man mit einem üblichen System aus Solarpanel + Lade- und Wandlerelektronik m. Batterien als Stromspeicher was platzmäßig für die durchschnittliche Stadtwohnung taugt der Betrieb gängiger Haushaltsverbraucher wie Kühlschrank, Kaffeemaschine, Mixer, Waschmaschine, usw. wohl kaum über einen längeren Zeitraum (d.h. mehrere Tage) hinweg möglich ist - falls diese überhaupt damit funkionieren. Stellt sich halt die Frage was man nun tatsächlich betreiben muß und in welchem Verhälnis der Investitionsaufwand zum reellen Nutzwert steht - vor allem im Kontext einer Krisen- oder Katastrophensituation. Verfolge auf YT einige Van Life und 4x4 Kanäle deren Akteure auch längere Touren abseits der Zivilisation unternehmen. Seit 2019 sieht man verstärkt diese massiven tragbaren Powerbanks welche mehrere hundert Wh Kapaziät und zudem übliche Netzstecker f. Wechselspannung integriert haben. Viele von diesen Youtubern sind sogen. 'Digital Nomads', leben also von Computerarbeit oder verdienen ihr Geld als Vloger, Influencer, Foto- oder Videographer. Solche Geräte machen natürlich Sinn wenn man einen Laptop täglich mehrere Stunden in Betrieb hat, fette Akkupacks für professionelles Kamera- oder Beleuchtungsequipment läd oder eine große Kühlbox betreibt, usw. Vor allem als Alternative zur Zweitbatterie im Fahrzeug, ganz besonders wenn zusätzlich aufstellbare Solarpanäle vorhanden sind da man sich div. Installationen und Umbauten im und am Auto erspart! Zuletzt sah ich einen der im Camp eine elektr. Kaffeemühle an so einer Powerbank betrieb - für diese Art der Verwendung würde ich zumindest keine 500+ Euro ausgeben! Komischerweise nutzt keiner dieser 'Autocamper' ein Aggregat!


    Nun, was für einen eher minimalistischen Lebensstil im Wohnwagen, Camper Van oder 4x4 reicht sollte auch für eine Stadtwohnung genügen! Etwas Bereitschaft den gewohnten Lebensstil umzustellen muss im Krisen- oder Katastrophenfall gegeben sein. Dies setzte ich mal voraus, zumindest was die Nutzung strombetriebener Geräte betrifft! Die Kombi aus Solarmodul + Batterie + entsprechende Elektronik funktioniert solange man keinen leistungshungrigen Verbraucher anschließt! Dies ganz unabhängig davon ob man sich die Lösung DIY-mäßig aus Einzelkomponenten selbst zusammen stopelt oder vorkonfigurierte Powerbanks m. kompatiblen Solarmodulen einsetzt. Kostenmäßig wird's ziemlich egal sein denn beides wird schlicht teuer! Einen Punkt möchte ich zur Gegenüberstellung von Kartenhaus noch ergänzen: Die Batterielösungen unterliegen einer gewissen Alterung, selbst wenn diese nur moderat genutzt werden haben Akkus nach 5 Jahren meist nur mehr einen Bruchteil der ursprünglichen Leistungsfähigkeit ihres Neuzustandes.

    ------- Fragt mich nicht welches Gear ich besitze sondern was man damit machen kann! -------

  • Komischerweise nutzt keiner dieser 'Autocamper' ein Aggregat!

    Alle nutzen ein Aggregat, nur sieht man es nicht. Denn alle Systeme die ich kenne werden u.a. von der Lichtmaschine im Auto (mit)gekaden.

    Ich bin lieber auf etwas vorbereitet was nie passiert als nachher überrascht da zu stehen.

  • Alle nutzen ein Aggregat, nur sieht man es nicht.

    Mit 'Aggregat' hab ich eigentlich ein eigenständiges, also zusätzliches Notstromaggreat gemeint - war vielleicht ein wenig unpräzise ausgedrückt. Ganz klar kann man div. Zusatzbatterien od. Powerbanks via Kfz-Lichtmaschine laden, sei es direkt verkabelt mit der Bordelektrik oder via Zigarettenanzünder.

    ------- Fragt mich nicht welches Gear ich besitze sondern was man damit machen kann! -------

  • Bedenkt dass man nicht alles was auf YT sieht auch den Tatsachen entspricht. Da wird teilweise getrixt, dass sich die Balken biegen.

    Weil man es auf den Aufnahmen nicht sieht, heisst es noch lange nicht, dass es nicht da ist. Egal was!


    ZB mal ein übertriebenes Beispiel : Ich gehe in "die Wildnis" nur mit einem Taschenmesser bewaffnet. (Ihr kennt ihn sicherlich) JAA.. Glaubt mir! Nur mit einem Messer!

    (Der Kameramann und seine 4 Kollegen hinter der Kamera sind aber bis unter die Zähne mit allem ausgerüstet um jederzeit helfend eingreifen zu können)

    Aufnahmen Fertig, Kamera aus und Party!


    Ich würde niemals für lange Zeit ohne ein 2-tes Strom oder Heizsystem wohnen. Hab ich nie gemacht. Auch heutzutags nicht. Weil wenn mal was passiert.. Autsch!

    Die einen setzen als Notreserve auf Solar, Akkus, Powerbanks, die anderen auf Gas, andere auf Stromerzeuger, andere auf Holz oder ganz durchgemischt..

    Ist schlussendlich egal. Hauptsache man hat etwas was für einem selber funktioniert. Es gibt ja kein "Generalrezept" das für alle funktioniert. Wäre ja viel zu einfach!:)

    Jedes System hat seine vor und Nachteile. Auch dieses vielgepriesene Solar. 1 Steinschleuder 3-4 Steine und alles für die Katz! Wo will man in einer Notsituation dann teure Ersatzteile organisieren?:/

  • Zu diesem Thema gibt es ein aus meiner Sicht gutes Video bei YT. Ist zwar mehr aus Campersicht, aber es zeigt auch, dass man sich in bestimmten Situationen limitieren muss.


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  • Das Video kannte ich noch nicht und ich find's wirklich richtig gut gemacht, danke fürs verlinken PreppiPeppi! Benantwortet all die Fragen welche ich mir stellen würde wenn ich über so ein System nachdenke ;-) Die 2 netten Leute zeigen auch recht schön nicht nur den Einsatzbereich sondern auch dessen Limits, was man problemlos 1:1 auf eine Notsituation in einer Stadtwohnung übertragen kann. Wenn wir mit dem kleinen SUV unterwegs sind gibts nur 1 Gerät welches sich nicht via 5V USB aufladen läßt und das ist meine Lieblingskamera. Da wäre eine Powerbank mit 230V Stecker natürlich ideal um das Problem aus der Welt zu schaffen. Nur diese 1 Anwendung rechtfertigt den finanziellen Aufwand bei weitem nicht. Man ist ja selten 2 Wochen am Stück am wildcampen - äähm freistehen - da man zwecks duschen und Herstellung der Zivilisationstauglichkeit etc. zwischendurch mal Airbnb's od. Hotels anfährt lassen sich da auch Kameraakkus wieder problemlos aufladen ;-)


    Bei den meisten YT-Videos zum Thema Powerbanks und Co. (nicht nur beim Camping!) handelt es sich um gesponserte Werbung und da verwundert es nicht wenn Auftraggeber/ Hersteller keine Konkurrenzprodukte in Form von Benzininvertern oder anderer alternativer Lösungen in den Videoclips sehen wollen. Von daher könntest Du recht haben Fluid, das Backup-Aggregat im Kofferaraum oder WoMo-Staufach wird bewußt nicht gezeigt selbst wenns event. doch mit an Bord ist. Hab allerdings tatsächlich kein Video im Kopf wo einer beim frei stehen ein Notstromaggregat stehen od. laufen gehabt hätte, darum auch meine Annahme dass die Aggregate doch nicht so weit verbreitet sind unter den Carcampern - Solarlösungen sieht man hingegen tatsächlich häufig.

    ------- Fragt mich nicht welches Gear ich besitze sondern was man damit machen kann! -------

  • Das Video kannte ich noch nicht und ich find's wirklich richtig gut gemacht, danke fürs verlinken PreppiPeppi! Benantwortet all die Fragen welche ich mir stellen würde wenn ich über so ein System nachdenke ;-) Die 2 netten Leute zeigen auch recht schön nicht nur den Einsatzbereich sondern auch dessen Limits, was man problemlos 1:1 auf eine Notsituation in einer Stadtwohnung übertragen kann. Wenn wir mit dem kleinen SUV unterwegs sind gibts nur 1 Gerät welches sich nicht via 5V USB aufladen läßt und das ist meine Lieblingskamera. Da wäre eine Powerbank mit 230V Stecker natürlich ideal um das Problem aus der Welt zu schaffen. Nur diese 1 Anwendung rechtfertigt den finanziellen Aufwand bei weitem nicht. Man ist ja selten 2 Wochen am Stück am wildcampen - äähm freistehen - da man zwecks duschen und Herstellung der Zivilisationstauglichkeit etc. zwischendurch mal Airbnb's od. Hotels anfährt lassen sich da auch Kameraakkus wieder problemlos aufladen ;-)


    Bei den meisten YT-Videos zum Thema Powerbanks und Co. (nicht nur beim Camping!) handelt es sich um gesponserte Werbung und da verwundert es nicht wenn Auftraggeber/ Hersteller keine Konkurrenzprodukte in Form von Benzininvertern oder anderer alternativer Lösungen in den Videoclips sehen wollen. Von daher könntest Du recht haben Fluid, das Backup-Aggregat im Kofferaraum oder WoMo-Staufach wird bewußt nicht gezeigt selbst wenns event. doch mit an Bord ist. Hab allerdings tatsächlich kein Video im Kopf wo einer beim frei stehen ein Notstromaggregat stehen od. laufen gehabt hätte, darum auch meine Annahme dass die Aggregate doch nicht so weit verbreitet sind unter den Carcampern - Solarlösungen sieht man hingegen tatsächlich häufig.

    Täusch dich nicht. Das mit den Campern. Praktisch jeder hat entweder so ein Aggregat dabei, oder er lädt seine Batterien über das Fahrzeug. Ladebooster sei dank. Ich kenne diese Szene sehr gut.

    Nicht jeder kann 2500- 3000 Euro für ca. 1 x 300W Solarzellen und 2 Lithiumbatterien a je 100 Ah, Wechselrichter usw. (alles ohne Einbau) leisten. Das spätestens nach 3 Tagen ohne Sonne nichts mehr liefert. Da greift man halt zum guten und leisen Honda und 50 Meter Verlängerungskabel.

    Leider haben Campingplätzen im Süden immer noch nicht die gleiche Infrastruktur wie bei uns im Norden. Wenn mal Strom da ist, ist spätestens bei 1.5-2 Kilowatt fertig. Da fliegen schon die Sicherungen vom Campingplatzbetreiber raus.

    Die Camper die man auf YT sieht, sind Edelcamper. Hat sehr wenig mit richtigem Camping zu tun.

  • Täusch dich nicht. Das mit den Campern. Praktisch jeder hat entweder so ein Aggregat dabei, oder er lädt seine Batterien über das Fahrzeug. Ladebooster sei dank. Ich kenne diese Szene sehr gut.

    Nicht jeder kann 2500- 3000 Euro für ca. 1 x 300W Solarzellen und 2 Lithiumbatterien a je 100 Ah, Wechselrichter usw. (alles ohne Einbau) leisten. Das spätestens nach 3 Tagen ohne Sonne nichts mehr liefert. Da greift man halt zum guten und leisen Honda und 50 Meter Verlängerungskabel.

    Leider haben Campingplätzen im Süden immer noch nicht die gleiche Infrastruktur wie bei uns im Norden. Wenn mal Strom da ist, ist spätestens bei 1.5-2 Kilowatt fertig. Da fliegen schon die Sicherungen vom Campingplatzbetreiber raus.

    Die Camper die man auf YT sieht, sind Edelcamper. Hat sehr wenig mit richtigem Camping zu tun.

    LiFePo4-Akkus bekommt man mittlerweile schon "vergleichsweise günstig". 200 Ah z.B. um ca. 1.300 € (z,B. https://www.autobatterienbilli…thium-Versorgungsbatterie; da kann man auch noch ein wenig verhandeln).

    In Summe kommt ein EU20i auch nicht billiger...

    There is no such thing as too much backup!

  • Ja das stimmt. Aber ein Stromerzeuger ist ob es Regnet, Stürmt, bewölkter Tag, Nacht, immer einsatzbereit im Gegensatz zu Solarzellen. Benzin ist praktisch immer erhältlich.

    Wenn das Ding Leistung hat, kann man sich sogar mit mehreren Parteien zusammentun. 1 Stunde Strom, kostet 1 lt. Benzin..;)

    So muss man nicht mal um Nachschub kümmern und wir als Vorsorger und hilfsbereite Menschen.. Et voilà. Meiner stecke ich aber mit an8).

    So Vorschläge werden gerne in Süditalien (wo ich früher meine Sommerurlaube verbracht habe) dankend angenommen.

    "Edelcamper" haben meistens eine Klima an bord, die ziemlich viel Saft braucht..^^ Dieser Strom wird meistens Nachts gebraucht..

    Darum empfehle ich jedem, sich so ein Ding zuzulegen. Man weiss ja nie.. Nicht nur für Camping. Ist wirklich Gold wert!


    Eine Kombination aus beiden (Solar und Stromerzeuger) auf/in einem Campingbus wenn man steht, oder auch für Zuhause selbstverständlich, ist wie ein 6-er im Lotto.

    Ein richtiges Prepper-Mobil- Haus quasi.


    Sowas strebe ich in ein paar Jahren an.

    Wenn meine jetzigen Fahrzeuge ausgemustert werden müssen, schlage ich dann zu.

    Es wird ein Megamobil Lounge mit allem Pi-pa-po werden. 1 Fahrzeug für alles. Preislich ist dieses Fahrzeug wenn man sich mit dieser Materie auseinandersetzt, mehr als OK.

    ;)Ob das was für Ben wäre?;)

  • OT: Interessantes Wortspiel 'Edelcamper' ;-) Mag sicherlich solche geben die im Luxus-Wohnmobil durch die Gegend tingeln und ich gehe mal stark davon aus dass sich solche Gefährte wohl eher selten abseits etablierter Campingplätze bewegen da sie am Standplatz halt einfach das Stromkabel anstecken damit der Komfort welchen man von zu Hause her kennt gegeben ist. Mir schweben bei dem Begriff auch div. YT Van-Lifer der 'generation Instagram' vor wo die Ladies immer perfekt gestylt und der Camper super aufgeräumt ist - mich hat's schon oftmals gewundert wie die das machen denn selbst mit Haustieren sieht man dort nirgends z.B. einen Tatzenabruck am Boden oder Hundehaare auf der Bettdecke ...


    Von den WoMo- und Camperbesitzern in meinem Bekanntenkreis hat eigentlich keiner ein separates Notstromaggregat mit dabei. Die typ. Familiencamper suchen sich gerne reguläre Campingplätze wo sie das Fahrzeug direkt ans Netz anstecken können, wobei Kühlschrank, Klima, Kochplatte umschaltbar mit 230V laufen. Sollte eine Zweitbatterie vorhanden sein wird alternativ via Solar oder während der Fahrt über die Lichtmaschine geladen. Denke dass da auch viele die hohen Kosten scheuen, man kann für eine ausgereifte Solaranlage problemlos 3.000-5.000.- Euro hinblättern, siehe das Beispiel der norweg. Freunde oberhalb!


    Die typ. Offroader haben halt statt dem Solarpanel eher ein Dachzelt montiert und sind minimalistischer abseits der Campingplätze unterwegs, man sucht sich lieber einen 'wilden' Stellplatz. Der größte Stromverbraucher ist vielfach die Kompressorkühlbox. Mit dem 4x4 ist der Weg, also das fahren abseits befestigter Wege das Ziel und da lässt sich die Zweitbatterie locker über die Lichtmaschine mit aufladen da der Motor tagtäglich sowieso über Stunden hinweg läuft. Weitere Verbraucher wie Navi(-tablet), Funkgeräte, Beleuchtung, Actioncams, usw. gehen ebenfalls über 12V Bordspannung und Zigarettenaschluß, egal ob nun aus der Starter- oder Zweitbatterie gespeist ... Da gibts so einiges an 4x4 Minicampern die ein perfektes Preppermobil abgeben würden ;-)

    ------- Fragt mich nicht welches Gear ich besitze sondern was man damit machen kann! -------

  • LiFePo4-Akkus bekommt man mittlerweile schon "vergleichsweise günstig". 200 Ah z.B. um ca. 1.300 € (z,B. https://www.autobatterienbilli…thium-Versorgungsbatterie; da kann man auch noch ein wenig verhandeln).

    In Summe kommt ein EU20i auch nicht billiger...

    Billiger ist so eine Batterie bzw. so ein Akku schon, aber ein Modell wie zB von GoalZero der Yeti hat für Anwender wie beispielsweise mich, die wenig Ahnung rundherum haben, den Vorteil, dass man auf einen Blick sieht, wieviel rein geht, wieviel raus geht und wie lange der Akku noch hält und man muss nichts umbauen, anbauen,...

    Da ist der "Trägheitsaufschlag" natürlich vorprogrammiert, aber mMn auch gerechtfertigt. Derzeit ist es mir zwar noch zu teuer, aber ich denke schon, dass ich in ein paar Jahren auch Besitzer eines mobilen Solarpaneels inkl. tragbarem Akku á la Yeti sein werde. Ein gutes Aggregat, da denke ich an ein Honda, kostet auch ein wenig. Dazu kommen dann aber auch noch Wartungskosten, Benzin- bzw. Dieselvorrat,... Da kommt dann in Summe auch einiges zusammen und lauter ist es im Betrieb auch noch.

    Try to leave this world a little better than you found it. (Robert Baden-Powell)

  • den Vorteil, dass man auf einen Blick sieht, wieviel rein geht, wieviel raus geht und wie lange der Akku noch hält und man muss nichts umbauen, anbauen,...

    Dass können typ. Anzeigedisplays mittlerweile auch alles - ist halt nur eine Preisfrage wie viel an Funktionalität sowas haben soll und was ich z.B. alles per Knopfdruck geschaltet haben möchte. Je mehr Gimicks und je höher die Leistungen sind die man drüber schicken möchte desto teurer wirds leider! Den Einzelkomponenten ist es aber ziemlich egal ob sie nun in einen Camper, in eine transportable Box oder ins Abstellkammerl der Stadtwohnung montiert werden ;-)


    Was vorkonfigurierte Powerbanks oder mobile Aggregate betrifft sehe ich das ähnlich - mir ist das ganze schlicht zu teuer und ich sehe da aktuell nicht den zwingenden Bedarf hierfür. Zumal ich div. Sachen untem dem Dual-Use Aspekt sehe - Anschaffungen sollen möglichst im Alltag od. für Freizeitaktivitäten nutzbar und zugleich auch tauglich für allfällige Krisen- und Katastrophenfälle sein ...

    ------- Fragt mich nicht welches Gear ich besitze sondern was man damit machen kann! -------

  • Kaum beginnt ein Krieg, erhalte ich via Instagram wieder spannende Werbung (obwohl ich dort keinen Prepper / Vorsorge Content folge oder abonniert habe…):


    Ecoflow: tragbare „Powerbank“ / Generator ohne Treibstoff


    Keine Ahnung, ob Preis-Leistungs-Verhältnis passt, aber da es oben Treibstoff betrieben wird, find ich das ganz spannend…

    Hat jemand von euch das Gerät auch schon als Werbung erhalten? Im privaten Bereich schon mal zu Gesicht bekommen? Oder wer sich mit Generatoren auskennt: Was haltet ihr davon? :)

    Haben ist besser als brauchen.

  • Mit Ecoflow habe ich bisher noch keine Erfahrung, ich besitze einen Jackery. Aber von der Idee her sind alle ziemlich gleich, die Qualität der Komponenten ist meistens unterschiedlich.

    Ich versuche vorher immer auf YouTube ein paar Tests zu finden.

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    Ich bin lieber auf etwas vorbereitet was nie passiert als nachher überrascht da zu stehen.

  • PippiLotta: Die Dinger werden seit einiger Zeit auch bei Hornbach verkauft, bin grad heute wieder vor dem Regal gestanden.


    Ohne Treibstoff bedeutet in dem Fall, dass der Strom aus Akkus kommt. Es ist quasi eine große bis sehr große Powerbank die zusätzlich zu USB-Ausgängen auch noch 12 V Gleichstrom wie im Auto und 230 V Wechselstrom wie die Steckdose zuhause liefert. Je nach Modell kann man unterschiedlich große Verbraucher anhängen (das ist der Wert bei "Watt" bzw. "W") und diese unterschiedlich lang betreiben (da sind die "Wattstunden" oder "Wh" entscheidend). Das gilt für alle derartigen Geräte, wie Don Pedro schon ausgeführt hat gibt es da einige Anbieter in unterschiedlichsten Qualitäten.


    Nimmt man z.B. die Powerbank aus dem verlinkten Video, rundet die Kapazität auf glatte 600 Wh auf und geht davon aus, dass das auch tatsächlich die nutzbare Kapazität ist, dann kann man damit ein Gerät das 600 W benötigt eine Stunde lang betreiben. Danach muss man den Akku wieder aufladen. Braucht das Gerät nur 300 W kann man es zwei Stunden lang betreiben, ein Gerät das nur 10 W benötigt würde 60 Stunden laufen. Sollte das Gerät mehr als 600 W benötigen, z.B. 900 W, dann schaltet die Powerbank ab.


    Für bestimmte Modelle gibt es Zusatzakkus um die Kapazität zu erweitern, dann hätte man bei dem Beispiel etwa weiterhin 600 W aber 1200 Wh, könnte damit also keine größeren Verbraucher betreiben, die selben Verbraucher aber doppelt so lange.


    Von Preis/Leistung/Kapazität bzw. der Zeit um wieder voll zu laden kommt so eine Groß-Powerbank nicht an einen kleinen Benzingenerator heran. Dafür hat die Powerbank keine Abgase und macht keinen Lärm, zumindest solange sie nicht durch einen Defekt abbrennt. ;)


    Ein hochwertiger Benzingenerator wie z.B. der Honda EU10i kostet € 900,-, liefert 1000 W für eine halbe Stunde oder 900 W dauerhaft und läuft bei 900 W mit 2,1 l Benzin knapp 4 h was rechnerisch rund 3600 Wh ergibt. Aufgetankt ist er danach innerhalb weniger Minuten oder man hängt gleich einen größeren externen Tank oder Kanister an.

    Der Honda ist aber durchaus hörbar und stößt giftige Abgase aus, ist also für eine Wohnung, überhaupt eine ohne Balkon, nicht geeignet.


    Es kommt also auf die persönliche Situation an, ob ein Generator oder eine Groß-Powerbank die bessere Lösung ist. Ein echter Prepper hat sowieso beides und lädt die Powerbanks während er stromhungrigere Geräte mit dem Generator betreibt gleich mit. Der Honda läuft im Ecomodus nämlich mit einem 10 W Gerät als Last auch nur 8 h und nicht 360 h wie man aus der Volllast-Laufzeit errechnen könnte. Damit würden die 2,1 l Benzin plötzlich nur noch 80 Wh liefern was absolute Verschwendung wäre. Das nur falls jemand auf die Idee kommt nur sein Handy am USB-Ausgang eines Benzingenerators aufzuladen. ;)