Corona Runden auf Kurzwelle

  • Der Österreichische Versuchssenderverband veranstaltet (so wie bereits in vorangegangen Lockdowns) wieder die sog. Covid Runden.


    Frequenz 3643kHz

    Jeweils Mo und Do 18.30 Uhr Lokalzeit


    siehe auch: https://www.oevsv.at/oevsv/aktuelles/Covidrunden/


    In den vorangegangenen Runden wurden auch immer ein paar Fragen gestellt.

    Z.B. wie lange man mit seine Wasservorräten auskommen würde, wie die Stromversorgung (auch bzw. besonders für die Funkgeräte) weiter laufen würde, ob man z.B. auch auf 11m Band QRV ist usw.


    Durch die relativ gute Abdeckung Österreichs (viele Stationen, nur Vorarlberg und Tirol sind eher weniger vertreten) für mich auch immer ein guter Test, wie meine Antennen funktionieren und ob z.B. anderer Aufstellungsort, oder auch Eigenbau sich auswirken.)


    Grüße


    Ichipan

  • Der Österreichische Versuchssenderverband veranstaltet (so wie bereits in vorangegangen Lockdowns) wieder die sog. Covid Runden.


    Frequenz 3643kHz

    ......

    Na schau - der ÖVSV schaut auch auf die "4.-Klässler" (wie ich) und sendet auf dem 80 m -Band :P

    .... gibt das Leben dir eine Zitrone, mach' draus eine Limonade.

    (Als echter Prepper natürlich mit einer "handbetriebenen Zitronenpresse" )

  • zippygirl: Sehr viele (Notfunk-)Runden spielen sich am 80 m Band ab, besonders mit NVIS-Antennen funktioniert das meistens ganz gut. Nur bei ungünstigen Bedingungen (z.B. Tagesdämpfung zu hoch) braucht es mehr Leistung oder einen Wechsel auf 40 m.


    Da die Runden im Gegensatz zu realitätsnahen Übungen oder gar Einsätzen planbar und daher üblicherweise morgens oder abends sind, reicht meist das 80 m Band. Das 60 m Band wäre ideal für NVIS, wenn es nicht so eingeschränkt wäre.


    Der monatliche Notfunkrundspruch ist z.B.:

    siehe https://oevsv.at/funkbetrieb/notfunk/

  • tbrandner


    Mach Dir nix draus.

    Bei einem guten Kumpel (und jetzt auch OM) aus Graz wurde der Prüfungstermin insgesamt 3 mal verschoben. :cursing:

    Irgendwann klappts schon.

    Und bis soweit ist, kannst ja zumindest zuhören.

  • tbrandner

    Wir haben im Frühjahr auch gebangt, ob und wann die Prüfung stattfinden kann.

    Tut mir leid für euch, aber in Ruhe stressfrei lernen zu können ist auch nicht so schlecht! Dran bleiben, ich drücke euch die Daumen, dass es bald los gehen kann!

  • Danke für die mentale Unterstützung!

    lG, Thomas

    Ihr werdet das alle sicher schaffen! Du solltest auch den Vorteil sehen, dass du mehr Zeit zum Sparen für den Rig im Shack hast. Das kann nämlich recht schnell teuer werden, wenn man das willhaben-Gen auch nur ansatzweise hat. 😁

    Think positive, stay negative! :)

  • Beim Auftakt gestern waren die Bedingungen sehr sehr schlecht.

    Neben sehr starken Stationen in direkter Nähe auch ein (natürlicher???) noisefloor bei mir von S9+.

    Um 18.30 Uhr ging erstmal gar nix.

    Erst später und nach Wechsel auf 3644,50 (die italienische Station auf 3642 ist bei mir in den Spitzen bis zu S9+40!!! reingedonnert), waren noch ein paar Gespräche möglich.

    Lohnt sich also QRV zu bleiben und immer wieder mal reinzuhören.

    Je nachdem wie es am Do ausschaut, könnte man eine zeitliche Verschiebung auf 19 Uhr oder später machen.

  • Hallo "Ichipan",


    später (19.00h +) hast Du meistens eine Öffnung des Bandes gegen Osten (russische Stationen ?).

    Später Nachts, nach 23.00h, hatten wir meistens Gespräche in Telefon Qualität.... was aber für einen arbeitenden OM nicht wirklich eine Lösung ist....


    Bei unseren Notfunkrunden auf 80 m haben wir die Erfahrung gemacht. dass die QRG 3.643 MHz strategisch für den Praktischen Betrieb nicht gut gelegt ist, da sie zwischen 2 "praktizierten " Kanälen liegt, (3.625 und 3.650) die Du auch mit steilflankigen Filtern (1,8 kHz) in SSB nicht vernünftig ausblenden kannst.

    Hast Du dann noch Stationen (wie oft aus Italien), die mit 2 KW+ arbeiten, spratzen die recht weit nach oben und unten über ihr Arbeitsfrequenzspektrum und machen die entsprechenden Nachbar- Frequenzen für Stationen mit kleiner Leistung nur sehr eingeschränkt nutzbar ....


    Die D-A-CH Notruffrequenz 3.643 MHz ist offensichtlich nicht wirklich bekannt und wird leider nicht respektiert, schon gar nicht zu Contest Zeiten....

    "Ham Spirit" .... ?


    Es widerstrebt mir mit "Full Gallon Equipment" eine Frequenz frei räumen zu müssen, zumal dabei die schwachen Stationen die mit 100 W und ggf. (noch) nicht optimalen Antennen, hinten runter fallen und damit auch der Spaß am Notfunkbetrieb schnell nachlässt.....


    Für mich ist Notfunk eine Betriebsart, die mit einem 20 Watt Transceiver, einer alten Autobatterie und einem Stück Draht funktionieren muss.....


    Leider ist diese Einstellung in Zeiten von Contest und Co. ziemlich in Vergessenheit geraten.


    Aber lassen wir uns nicht entmutigen !


    vy 73,


    P.

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  • Ich sag immer, wenns leicht geht könnt es ja jeder und Störungen (egal ob QRM oder QRN) gehören zur Übung dazu.

    Sicher ist die Uhrzeit nicht ideal, 18.30 ist zu früh.

    Bei der Südtiroler Notfunk-Runde hör ich regelmäßig zwei OM´s mit IN3 Callsign (weiß jetzt nimmer entweder aus Bozen oder Meran). Die fahren mit einem IC705 und 10 Watt.

    Draht hängt allerdings auf 20 Meter Höhe auf einem Sportplatz. :)


    Letzte Südtirol Runde fiel allerdings auch ins Wasser. Reinhold (Leitstation) war nicht am Heimat QTH sondern mit seinem Pinzgauer unterwegs, hatte also wohl auch nicht volle Sendeleistung.

    Klar tuts einem um jede QRP oder auch 100 Watt Station leid, die nicht dabei sein kann.

    Andererseits, wenn wir den Notfunk mal brauchen, wird es höchstwahrscheinlich seeehr still sein (wenn nur noch Notstrom da ist), da könnte dann auch das Stück Draht und die alte Autobatterie ausreichen. 8o


    Grüße


    I.

  • Hallo "Ichpan",


    danke für Deine Erklärungen zu Eurer Notfunkrunde.


    Klar kann man sich die Bedingungen auf KW (leider) nicht aussuchen, so dass man es ggf. mehrmals oder auf verschiedenne Bändern zu verschiedenen Tageszeiten probieren muss....

    Da hilft nur dran bleiben....


    Zudem habt Ihr in OE ja eine sehr gebirgige Topografie, die für eine brauchbare 80 m Kommunikation Steilstrahlung nötig macht. um auch ins "nächste Tal" zu kommen.

    Diese Steilstarhlung bringt allerdings meistens schon ein klassischer Dipol, der in niedrigen Höhen (für 80 m unter etwa 20 m) aufgehängt ist.


    Wichtig ist es allerdings, dass man möglichst die gleiche Polarisation hat.

    Unterschiedliche Polarisationen machen in der Regel etwa 1 bis 2 S-Stufen (Verlust) aus.


    Im Fall einer gewollten Steilstrahlung möglichst eine (theoretisch) horizontale Polarisation anstreben.


    (Nach Reflexionen an Bergen, oder an der Ionosphäre gibt es aber oftmals Polarisationsdrehungen und es ist auch einen Versuch wert, eine Vertikalantenne auszuprobieren, wenn nichts anderes da ist.)


    Eine vertikale Antenne hat hauptsächlich Flachstrahlung und ist in Euren Gegenden für den Notfunk (ggf. ins nächste Tal) wahrscheinlich eher nicht optimal. Aussedem ist es sehr schweirig eine 80 m Antenne in voller Länge zu realisieren.

    Durch Verkürzung, oder Einsatz einer Verlängerungsspule in der Antenne, verliert man eine ganze Menge an Wirkungsgrad, weil man nicht die volle Länge, die (hier für das für 80 m Band) eigentlich notwendig ist, erreicht und die Spule Verluste bringt (Leistung in Wärme umsetzt) .


    Eine durch Spulen verlängerte Vertikal Antenne an einem Fahrzeug hat wahrscheinlich deutlich unter 10 % Wirkungsgrad.


    Hier ein Beispiel einer sogenannten "Screwdriver Antenne" (die man mit einem variablen Spulenabgriff motorisch für fast jede Frequenz in Resonanz bringen kann). Ein schönes (aber etwas teures) Spielzeug, nicht wirklich gut für die unteren Bänder. Aber eine nicht optimale Antenne ist besser als keine Antenne..... Immerhin kann ich damit z.B. von einem Autobahnparkplatz in der Schweiz in den Bergen eine Verbindung zu meinem Notfunkkollegen Gerry bei uns zu Haiuse auf 80 m hin bekommen.

    In das nächste Tal komme ich damit aber eher nicht....


    Deutlich besser und sehr preswert, mit Fernsprechkabel aus Armeebeständen und ein paar GFK Stangen, auch von der Armee aus ehemaligen Tarnnetz-Halterungen (fast "unendlich" verlängerbar), ist eine solche einfache inverted V-Antenne mit 2 x knapp 20 m Fernsprechkabel (einfach), geht meistens auch ohne Balun.

    Richtig auf Resonanz abgestimmt, geht die wie "Schmidts Katze" und ist schnell aufgebaut.

    So eine hatte ich (vor Corona) mit einem AFU - Forumskollegen in der Schweiz auf einem Campingplatz aufgebaut, um einem einem neu lizenzierten OM aus dem CH Forum in Sachen Notfunk auf die Sprünge zu helfen.....

    Der wohnte im nächsten Tal, etwa 30 Km weg.... und nach DL ging es auch.... alles auf 80 m.



    IMG_2557.JPG


    Sollte ich Dich mit diesen Sachen langweilen, einfach sagen, ich weiss nicht, wo ich Dich Erfahrungsmäßig in Sachen Amateurfunk "abholen " kann.


    vy 73, P.

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  • Ich habe letzthin bei der Südtirol-Notfunkrunde außer Rauschen gar nichts gehört.

    Gestern habe ich auf 3642,x zwischendurch im starken Rauschen Italiener gehört. Das hat sich aber eher wie Quaken angehört. Bei 3643+ hat's nur gerauscht, und weiter oben waren Russen und wieder Italiener - alle stark verrauscht - zu hören.


    Über WebSDR war gestern weder bei Markt Allhau noch den anderen WebSDRs irgendwas Brauchbares zu hören. Da ist alles in Rauschen untergegangen.


    Die 3643 ist zwar theoretisch, aber nicht unbedingt in der Praxis überall bekannt.


    Ich hatte vor kurzem im Rahmen der div. LV Clubabende ein Gespräch mit ein paar OMs der Notfunktruppe, bei dem ich meine Anfänger-Fragen zum Thema schon mal ansatzweise anbringen konnte. Mal schauen, ob sie die Gedanken eines Frischlings berücksichtigen. 😛😂

    Think positive, stay negative! :)

  • Wie schaut's in Ö eigentlich tagsüber mit KW für Notfunk aus, wenn das 80 m Band nicht offen ist?

    Im Oktober war bei der Off-Grid-Übung tagsüber auf 40 m - das war ja die Alternative - auch niemand hörbar.


    Auf welche QRGs kann man dann ausweichen oder geht echt nur UKW? Und da dann halt nur direkt und ggf. über die notstromversorgten Relais?

    🤔

    Think positive, stay negative! :)

  • Inverted V hab ich mehrmals mit einer G5RV Antenne probiert. Vor allem für die 160 m Aktivitätsrunde in Österreich. Werd aber mit der Antenne einfach nicht "warm". Liegt vielleicht auch an der Hühnerleiter. :/

    Da hats mir letztes Jahr irgendwie von der kalten Seite eine gecrimpte und zusätzlich verlötete Verbindung geöffnet. Mit der Folge, das mir im Funkgerät auf der Platine eine (zum Glück dort verbaute 5 Amp Sicherung zerschossen hat)

    Hab sonst eine Endfed von MFJ in Verwendung (40,2Meter, leicht abfallend in ca.12m Höhe gespannt, mit Umlenkrolle)

    Auch eine Eigenbau Endfed und eine Windom liegen für Kurzwelle rum.

    Meine liebste ist eigentlich immer noch die MFJ.

    Ins nächste Tal funk ich eher mit 2m oder 70cm. (X50 am Hausdach, X510er auf einem Mast, ein paar Yagis usw.)

    Das funktioniert, wenn nicht direkt, doch zumindest über Reflexion an Felswänden oder über Repeater (bin eigentlich jeden Sonntag bei einer BOS Notfunk Runde dabei wo neben direkter Verbindung auch 4-5 Repeater beübt werden)

    Eine Comet GP93N hat auch ihren Weg zu mir gefunden. Soll früher oder später die X50 am Hausdach ersetzen, weil ich mit dem IC9700 endlich auch mal 23 cm versuchen will.


    Für viel Eigenbau fehlt mir (neben Talent) auch die Zeit. Guter Kumpel ist mir da weit voraus, der testet gerade eine Eigenbau Magnetic Loop und auch einen Vertikalstrahler für Kurzwelle (wo er auf den Wicklungen auf einem Kanalrohr und zusätzlichem Drehkondensator die jeweilige Resonanz versucht herzustellen.

    Meine eigenen Bastelarbeiten beschränken sich fast ausschließlich aufs Löten von Koaxsteckern. :whistling:

  • Hallo Ichipan,


    dass dei 40,2 m MFJ Antenne am besten funktioniert glaube ich Dir.

    Länge bringts.

    G 5 RV hat mich nie gereizt, ein guter Kollege hat eine in seinem Garten und grummelt da auch zeitweise drüber. Ohne mindestens den eingebauten Gerätetuner läuft da nichts.

    Seine hängt aber eignetlich auch viel zu dicht an einigen Bäumen.


    An meinem Heimat QTH habe ich einen 80 m Dipol in voller Länge im Dreick gespannt. Kannst Du Dir wie ein liegendes Geometrie Dreieck vorstellen, am Dachfirst angeschlagen, dort ein Balun drin und im Garten an 2 Bäumen in etwa 2-3 m Höhe und dann zusammen gebracht, mit einem Isolator in der Mitte. Den Isolator kann ich überbrücken zu einer Delta Loop. versucht habe ich es auch mit einem SGC Antennentuner am Dachfirst.

    Geht für viele Bänder mit einem SGC Tuner.

    IMG_4219.JPG


    Am Dachfirst habe ich mir ein Fenster eingebaut, so dass ich dort gut mit den Antennen "spielen" kann.



    IMG_4198.JPG


    Für 40 m habe ich einen full Size Dipol (unter den Beam) und für 20,15, 10 m einen Fritzel FB 33 Beam.

    Im Endeffekt komme ich immer wieder auf resonante Monband Antennen zurück, die am besten funktionieren. ("keep it stupid simple")


    Dann gibt es noch einen 2. kleinen Mast auf dem Dach für die UKW Antennen (andere Hausseite) . Darauf steht ein Sperrtopf für 2 m (Lokalrelais) und inzwischen eine Log.- Per Antenne die auch 2 m und 70 cm abdeckt.

    Zwischenzeitlich ist die unter den Beam gelandet.

    Dann noch ein Militär Jeep-Antenne mit der ich diverses , (mit unterschiedlichen Längen) spielen kann (hier ein altes Bild).


    IMG_3036.JPG



    Damit kommei ich so eingermaßen brauchbar rum, der Beam hängt eigentlich zu niedrig, das habe ich auf einem unseer Field Days gemerkt, was da noch geht, wenn man die "richtige" Höhe hat.... Auf dem Mast siehst Du meine Eigenbau Monoquad.

    Leider gehört mir nicht der Mast .... ;)

    IMG_2023.JPG


    In meiner "mans cave" habe ich einen alten Telfonmast setzten können, der es mir ermöglicht ca. 50 m Draht aufzuspannen (endgespeist), das funktioniert mit einem SGC Tuner ganz brauchbar und bringt mit 100 Watt, batterieversogt, auf 40 m und auch auf 80 m eine ordentliche Verbindung nach DL. An den Gegengewichten muss ich noch arbeiten, die müssen noch verbessert werden....IMG_2594.JPG

    IMG_7362.JPG


    IMG_7292.JPG


    Weiterhin haben wir eine 16,2m kurze mehrband Notfunkantennne gebaut bei uns im OV, mit einen 1:9 Balun, die aber ein ziemlich gut ausgerichtetes Gegengewicht braucht .... und zwar funktioniert, aber das ist kein Vegleich zu einem full size Dipol für 80 m.


    Auch eine Anjo Mehrband Draht Antenne mit einem 1:49 Unun habe ich probiert (die funktioniert ohne Gegengewicht) aber die bringt mir unter gewissen Bedingungen ein Brummen auf das Signal....


    Bisher haben die einfachen Systeme, "so lang wie möglich" am besten funktioniert.


    HB 9 ACC hat ein schönes rotes Antennenbuch geschrieben, da gibt es einige Antennen-Lägen nachzilesen, die sehr gut funktionieren....


    IMG_4339.JPG


    So, ich hör jetzt erst mal auf Monologe zu halten....


    Habe noch diverse andere auch Vertical Antennen gehabt / probiert, aber wir haben ja noch ein bischen Zeit das alles zu diskutieren denke ich.....


    vy 73, P.

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