Vorsorgeszenario Flucht

  • Ich wusste jetzt nicht so genau wo ich dieses Thema platzieren soll, ich hoffe hier passt es hin.

    Themen zu Bug-out-Location, BOB und INCH gibt es ja genug, aber hat jemand von euch konkrete Pläne um sich in ein sicheres Drittland abzusetzen?

    Das Thema kam bei uns jetzt wieder mit dem Ukraine-Krieg auf.

    Ich denke durch die aktuellen Geschehnisse wie Flüchtlingsströme 2018 und aktuellen Krieg in der Ukraine, gibt es viel Anschauungsmaterial und Erfahrungen.
    Viel wird von Timing abhängen. Hat man vor überhaupt wieder zu kommen, etc.

    Was sind eure Gedanken, oder konkrete Pläne zum Thema?

  • Ich denke das eine generelle Flucht schwer zu planen ist.

    ? Die Russen marschieren ein >> US oder Kanada

    ? Ein Meteorit schlägt in Europa ein >> Afrika

    ? Vereisung der Nordhalbkugel >> Südamerika


    Man kann sich maximal die nächsten Flughäfen oder Seehäfen raussuchen und überlegen welcher Hafen wohin führt.

    Aber konkrete Pläne ... Sehe ich nicht für mich.

    Ich bin lieber auf etwas vorbereitet was nie passiert als nachher überrascht da zu stehen.

  • Mein Goto Plan bei einer notwendigen Flucht aus dem deutschsprachigen Raum ist die USA.


    Rechtzeitige Ausreise per Flieger, um Freunde in den USA zu besuchen. Mit ESTA geht das Visafrei für 3 Monate.


    Zeichnet sich ab, dass nach 3 Monaten eine Rückkehr nicht (sicher) möglich ist, bleibe ich dort. Ob als Asylsuchender oder mit einer anderen Art von Visa wird sich finden. Aber auf jeden Fall kann ich dort auf Unterstützung meiner Freunde zählen.


    Konkretisierung bzgl dieser Pläne erfolgt seit Beginn des Krieges. Zum Beispiel habe ich meine Freunde in den USA über meine Pläne informiert und mir das Okay von ihnen geholt meine Familie im Fall des Falles aufzunehmen. Das gilt auch wenn ich es nicht schaffen sollte (zb wegen Generalmobilmachung aller Wehrpflichtigen).


    Im Moment arbeite ich die Pläne im Detail aus. Zb mit Listen aller Flüge in die USA, den möglichen Abflughäfen in meiner Nähe, Kosten, Packlisten die flugtauglich sind (Handgepäck, 23kg Checked Luggage), uvm.


    Ist eine sehr komplexe Materie, aber auch sehr interessant so einen Fluchtplan zu erstellen.

  • Meine Gedanken..


    Bei einem Krieg, würden wir da wo wir sind, bleiben. Die Schweiz ist ja neutral. So lange wir nicht mit Waffengewalt bedroht werden natürlich.

    Wenn wir bedroht werden würden, gibt es saures. Diese Sprüche die herum-erzählt werden und fast niemand daran glauben tut:

    "Die Schweiz braucht keine Armee. Wir sind eine Armee" , "Uns muss man nicht ausrüsten, wir sind schon ausgerüstet" stimmen wirklich.

    Falls sie mich da noch brauchen rucke ich ein. Falls nicht, igle ich mich ein. Leider gehöre ich mittlerweile knapp zum "Alteisen" :P .


    Bei einer längeren Naturkatastrophe, bräuchte ich eine Vorlaufzeit von einem halben Tag.

    Wenn es sein muss, würden uns 2 Stunden genügen (2 mal im Jahr getestet).

    Dann 1200 Km ab in den Süden zu meiner BOL / Feriendomicil.

    Fluchtfahrzeug schon lange vorhanden. Das Nötigste ist schon drin (Getränke, Nahrung, Ausrüstungsgegenstände). Vollgetankt ist er sowieso und ein Batterierhaltungsgerät hängt auch immer dran. Verschiedeste Wege über die Alpen (die Fahrbar sind) kenne ich auch. Mehr kann man da nicht tun.


    Bei einem Meteoriteneinschlag.. Cognac raus und Zigarre anzünden. Wenn der Meteorit wirklich gross ist, ist es das Beste was man da tun könnte.

    Da hilft wegrennen nix.


    Noch eine Katastrophe: :) Wenn mein Schatz böse auf mich ist.. BLÜMCHEN viele BLÜMCHEN! :)


    Jetzt im Ernst. Richtiges Timing ist das Lösungswort. Jeden Schritt wohlüberlegt tun und vor allem, nicht zu lange warten.

    Man muss bevor sich die Masse in bewegung setzt, weg sein.

    In jedem Fall, nicht auf Hilfe hoffen.

  • Ich weiß jetzt nicht ob ich bei diesem Thema richtig bin. Aber ich Frage trotzdem. 😬

    Was passiert bei einem Blackout mit den Tunneln z.B. auf der Autobahn? Gibt es da Notstromaggregate, werden die Tunneln gesperrt. Oder kommt der Verkehr total zum Erliegen?

  • Ich weiß jetzt nicht ob ich bei diesem Thema richtig bin. Aber ich Frage trotzdem. 😬

    Was passiert bei einem Blackout mit den Tunneln z.B. auf der Autobahn? Gibt es da Notstromaggregate, werden die Tunneln gesperrt. Oder kommt der Verkehr total zum Erliegen?

    Die Tunnel werden gesperrt.

    Ich bin lieber auf etwas vorbereitet was nie passiert als nachher überrascht da zu stehen.

  • Falls du schon auf der Strecke bist und nicht mehr anders kannst:

    kurze Tunnels würde ich sicher einfach durchfahren wenn ich einer der ersten wäre der dort bei Rotlicht steht.

    Es gibt ja keine Schranken oder Tore.

    Wenn der erste losfährt fahren die anderen meistens nach.

  • 3fach Mama Hallo, ich habe meinen Kindern damals sehr früh beigebracht, dass wir uns in so einem Fall an einem bestimmten Treffpunkt treffen.


    Wobei meine Kinder jeweils natürlich in entgegengesetzter Richtung in die Schule gegangen sind, zur Not hätten sie die 15-20 Kilometer laufen müssen.

    Eine Kopie von der Route haben sie immer mitgehabt, wo auch die markanten Stellen eingezeichnet waren.

  • Das Rotlicht vor den Tunnels funktioniert im Blackout noch? :/

    Eine Zeitlang - und nicht nur die vor den Tunnels, sondern auch drin. Zumindest für Österreich gibt es von der Asfinag die Vorgabe, dass folgende Tunnelsysteme zumindest für eine Stunde (plus 20 Minuten) per Sicherheitsstromversorgung (USV/Batterie) versorgt werden müssen:


     Lichtsignalanlage (=Ampeln)

     Verkehrsbeschilderung

     Verkehrszählung

     Notrufanlage

     Videoüberwachungsanlage

     Gefahrenmeldeanlage

     Brandmeldeanlage

     Zentrale Steuerung

     Übertragung

     Notbeleuchtung

     Fluchtwegorientierungsbeleuchtung

     Selbstleuchtende Leiteinrichtungen

     Tunnelfunkanlage

     Betriebstelefonanlage

     Beschallungsanlage

     Steuer- und Überwachungseinrichtungen der Energieversorgungsanlage

  • Danke für die Info! Das heißt, ich muss mir eine neue Route suchen um im Notfall zur Schule meiner Tochter zu kommen.

    Tunnel, Autobahnen und Ähnliches, wo man erst bei einem bestimmten Punkt wieder vom Weg runter kommt, würde ich sowieso versuchen zu vermeiden.


  • USA und Kanada kannst Du aufgrund der Einreisegesetze getrost vergessen. ESTA und ETA werden mEn sofort ausgesetzt, Visa gecancelt nd neue nicht mehr vergeben. Legal wird das also nix.


    (Süd-) Afrika ist mir sehr symphatisch - solange Du Dir die Sicherheit dort erkaufen kannst und nicht krank wirst. Hinsichtlich eines Meteoriteneinschlags bringt das natürlich auch nichts, da sich der Staub weltweit in der Atmosphäre einlagert und die Sonne verdunkelt.


    Europäische Flugplätze kannst Du mMn auch vergessen. Bei Krieg wirst Du am Schalter mit Glück eingezogen, mit Pech als Deserteur standrechtlich erschossen, bei Naturkatastrophen ist fraglich, ob überhaupt geflogen werden kann. Unabhängig davon stehen 512 Millionen andere Europäer am selben Schalter und die Lufthansa streckt ja schon in ganz normalen Herbstferien die Flügel (pun intended :-) )


    AWD volltanken, Reservekanister rein und ab geht die wilde Fahrt. Ich hab da so eine Idee, ab wo man noch weg kommen könnte. Was in die eine Richtung geht, sollte mit ausreichend Bakschisch auch in die andere Richtung gehen. Ob das wirklich klappt? Will ich nie rausfinden!


    Endziel? Südhalbkugel. Wo genau? Schwierig! Ein Blick auf den Globus und in die Auflistungen der jeweiligen Länder-BIP bringt entsprechende Ansätze.

  • Die Tunnel werden gesperrt.

    Das ist der Grund, warum ein Wohnort nördlich des Elbtunnels nicht in Frage kommt.



    Nach Schweden kämen wir von dort aus. Aber eine Flucht nach Süden würde bei einer Vollsperrung des Elbtunnels praktisch unmöglich werden. Es bricht in Hamburg ja schon das totale Chaos aus, wenn in der Berufsverkehrszeit zur Hauptreisezeit (später Vormittag bis in den frühen Abend mindestens bei wichtigen verlängerten Wochenenden und/oder Ferien) auch nur eine Röhre im einer Richtung gesperrt wird.


    Und die Ausweichrouten durch die Stadt oder östlich an der Stadt vorbei sind quasi instant blockiert und keine Option mehr.

  • Das ist der Grund, warum ein Wohnort nördlich des Elbtunnels nicht in Frage kommt.


    Hat natürlich auch den Vorteil, dass die Fluchtrouten nach Norden nicht so hoch bzw. nicht noch höher frequentiert wären.. Außerdem ist der Weg nach Island von hier auch schnell eingeschlagen :P


    Stimme Dir allerdings zu, dass dadurch richtungstechnisch schlichtweg eine Route bzw. Option genommen wird... Aber an sowas hab ich damals beim Hauskauf und der Jobwahl nicht gedacht.

    Lieber haben als brauchen...

  • Stimme Dir allerdings zu, dass dadurch richtungstechnisch schlichtweg eine Route bzw. Option genommen wird... Aber an sowas hab ich damals beim Hauskauf und der Jobwahl nicht gedacht.

    Es gibt so viele Dinge, an die man bei einem Hauskauf/-mieten denkt. Desselben gilt natürlich auch für Wohnungen.


    Lebensumstände, Familienverhältnisse, berufliche Situationen ändern sich. Manche sind planbar (Rente, mehr Kinder) andere sind nicht planbar oder passieren einfach unvorhergesehen (keine Kinder, aber schon das große Haus dafür oder plötzlicher Jobwechsel oder Scheidung oder was auch immer).