Blackout – so ist Millionenstadt Wien vorbereitet

  • Naja, wirklich viel steht in dem Artikel nicht drinnen.

    Ich bin lieber auf etwas vorbereitet was nie passiert als nachher überrascht da zu stehen.

  • Es geht daraus hervor, sie seien besser vorbereitet als alle anderen und Wien hätte deutlich früher/eher wieder Stromversorgung als das umliegende Österreich (und Europa).


    Ich weiß gar nicht, ob das im Blackout-Fall so positiv zu bewerten ist, wenn Wien wieder leuchtet und alles funktioniert, drumherum aber eben nix....

    Viele Grüße

    Victoria


    "Haben ist besser als brauchen!" :S

  • Wenn aber ein Blackout durch zB einen Cyberangriff hervorgerufen wird, nutzt ihnen das auch nicht soviel. Dann benötigt auch Wien länger als 24 Stunden.

    Ich möchte mir gar nicht ausmalen, wie es in einer Großstadt zugeht, wenn die Mal 2-3 Tage keinen Strom haben.

  • Ich müsste es nochmal raussuchen, aber wir hatten ja schonmal das Thema.
    Das Kraftwerk Simmering läuft mir Gas, vermutlich vom Erdberg und ist kaltstartfähig. Damit soll Wien wieder anlaufen.
    Man ein drittel des Energiebedarfs von Wien decken.
    Wie viel Gas vorhanden ist war glaub ich nicht bekannt.

    Heute als Quelle ist halt ähnlich wertvoll wie ein Malheft.

  • Also, was irgendwo geschrieben steht oder jemand erzählt hat... schön und gut.

    Nur eines ist sicher.

    Keiner weiss es !

    Niemand hat es schon erlebt. Und ganz bestimmt läuft nichts nach Plan.

    Also weiterhin das machen weswegen wir alle in solchen Foren sind.

    Informieren, sich Gedanken machen, Vorsorgen

    Good logistics alone can’t win a war. Bad logistics alone can lose it.

  • Stimme Dir vollumfänglich zu Grimm !


    Und auch sehr wichtig, bitte nicht vergessen, sich um definitiv hilfsbedürftige Menschen im Umfeld zu kümmern, vielleicht auch schonmal im Vorfeld Gespräche führen, Besorgungen machen, ev. Absprachen treffen usw.


    Also ich hab' eine sehr alte, alleinlebende Dame ohne Angehörige auf dem Schirm, die am 1. Tag eines Stromausfalles von mir einen Versorgungsbesuch bekäme.

    Viele Grüße

    Victoria


    "Haben ist besser als brauchen!" :S

  • Österreich hat mehrere schwarzstartfähige Kraftwerke z.B. Kaprun, Simmering oder Malta. Auf diese wird dann langsam das Netz wieder aufgebaut, solange die Leitungen intakt sind. Allerdings dauert das sicher einige Zeit.

  • Schwarzstartfähige Kraftwerke..

    Ob das die Software und dessen Programme zB. nach einem Cyberangriff mitmacht? Mittlerweile ist ja bekannterweise alles miteinander zusammenvernetzt.

    Wird da noch genug Treibstoff vorhanden sein um sowas zu bewerkstelligen?

    Wenn eine von diesen 2 Fragen mit einem Nein beantwortet werden wird, gibt es keinen Schwarzstart.


    Das Ganze ist ja nicht mit einem Notstromaggregat vergleichbar. Den schmeisst man an und er rattert (wenn er gepflegt ist).

    Die Geschichte ist um einiges komplizierter.


    Sicher ist, dass nichts sicher sein wird. Theorie und Praxis sind bekannterweise 2 Paar Schuhe.

    Ich hoffe, das wir es nie herausfinden werden müssen.

    Denn 1-2 Monate ohne Strom.. Bis es einigermassen wieder klappt.. Heutzutags.. Wird für viele zum Desaster werden.

  • Ich glaube es müssen gar keine Cyberangriffe mitspielen um das ganze schwierig zu gestalten. Es konnte ja bisher nur aus Simulatoren getestet werden.
    Wenn dann wirklich mal an der falschen Stelle eine Kleinigkeit wie ein Netzwerkkabel spinnt hat man schon den Salat.

  • Denn 1-2 Monate ohne Strom.. Bis es einigermassen wieder klappt.. Heutzutags.. Wird für viele zum Desaster werden.

    So ist es.


    Ich hab's schon hinter mir und weiß, wie es ist.

    War aber, als dieser Fall eintrat, recht gut aufgestellt durch die Möglichkeit, unabhängig von jeglicher Elektrizität heizen/kochen/Wasser erhitzen zu können.

    Klar war es blöd, weder Telefon noch Internet und kein Licht zu haben, bis irgendwann die Notstromversorgung stand. Kein TV gesehen werden konnte und kein Radio funktionierte. Keine Möglichkeit, die Rettung zu rufen - keinerlei Kommunikation mit der Außenwelt.


    Seither weiß ich aber, wie gut man auch auf lange Dauer mit nur einer einzigen Steckdose und einer Kabeltrommel auskommen kann 8o (max. Belastbarkeit 3,5 KW verteilt auf max. 4 Steckdosen, machte also 3 Stehlampen mit je zwei Leuchten plus Kühlschrank oder Waschmaschine oder Wasserkocher oder ein 2-KW-Konvektor oder ein Toaster oder Fön)

    Daß die Waschmaschine darüber funktionierte, fand ich aber erst heraus, als ich schon zigmal meine Wäsche auf dem Ofen in einem riesigen Topf ausgekocht hatte, auf dem Waschbrett gerubbelt und per Hand ausgewrungen :D

    Leute mit PV und Speicher kämen also ganz gut, wenn auch eingeschränkt(er), zurecht *denk*



    Mit dem Unterschied, und das war halt das Entscheidende, daß aber drumherum alles normal funktionierte: also Geldautomat/Bank, Tankstelle, Supermärkte usw. Da nur das Haus/Grundstück stromlos war, hatte ich auch noch Wasserzufluß mit normalem Druck.

    Konnte also Geld holen, tanken, einkaufen.

    Bloß meine "private Insel" war ins 18. Jahrhundert zurückgefallen *gg*

    Alles brauchte mehr Zeit, funktionierte aber reibungslos, einzig Körperpflege war herausfordernd: so richtig mit Wasser auf Ofen erhitzen, um sich in großer Schüssel waschen zu können. Lange Haare ordentlich zu waschen war mit winterkaltem Wasser ohnmachtsbedingt nicht möglich, dauerte also entsprechend lang, bis sie mit dem Literbecher über der Babywanne ausgespült waren.

    Heute bin ich klüger und würde eine Wasserziege mit warmem Wasser füllen, um sie in der Dusche aufzuhängen 8o (jetzt hab ich aber auch zwei davon, die waren damals noch nicht vorhanden und konnten auch aus ersichtlichen Gründen nicht bestellt werden)


    Würden wir alle für ein bis zwei Monate stromlos leben müssen, wäre das ganze Land solange stromlos, käme ich allein mitsamt meinen Tieren hier problemlos zurecht, natürlich mit der Einschränkung, das vorhandene Wasser sehr bedächtig zu nutzen.


    Die meisten anderen kämen leider nicht zurecht und wären eine große Gefahr für uns.

    Viele Grüße

    Victoria


    "Haben ist besser als brauchen!" :S

    2 Mal editiert, zuletzt von Victoria ()

  • Ich glaube so einfach, wie sich der Verantwortliche der Wiener Netze vorstellt, wird es fürchte ich nicht sein. Bei einem globalen Ausfall, wo die sogenannte Netzfrequenz von 50 Hz wesentlich über-oder unterschritten wird, können ja auch bestimmte technische Systeme defekt werden, deren Reparatur bzw. Beschaffung dann doch einige Tage in Anspruch nehmen würde.

  • Ich glaube so einfach, wie sich der Verantwortliche der Wiener Netze vorstellt, wird es fürchte ich nicht sein. Bei einem globalen Ausfall, wo die sogenannte Netzfrequenz von 50 Hz wesentlich über-oder unterschritten wird, können ja auch bestimmte technische Systeme defekt werden, deren Reparatur bzw. Beschaffung dann doch einige Tage in Anspruch nehmen würde.

    Definitiv. Hier https://www.moebelkultur.de/ne…uende-fuer-die-insolvenz/ ein echter Fall eines Unternehmens, das wegen der unerwarteten technischen Gebrechen aufgrund eines (kurzen) Stromausfalls insolvent wurde. So etwas wird im Fall der Fälle wohl vielerorts passieren.

  • Ist zwar nicht Wien, sondern NÖ: wir müssen jetzt sogar für den Fall eines Blackouts in der Schule Notfallsnummern bekannt geben. Also wenn das Thema dort schon angekommen ist......

    Taken the red one.

  • SirDogder: Die Schule hat hoffentlich auch noch einen Plan B. Abgesehen davon, dass sich die Notfallnummern für Blackout nicht von den Notfallnummern für sonstige Notfälle in der Schule unterscheiden werden dürfte das Telefonnetz im Blackout-Fall recht schnell überlastet sein, so lange es noch einigermaßen funktioniert. Da muss ja dann jeder Rundrufe starten ob bei der Tante auch der Strom weg ist. :rolleyes:

  • Bei mir wurde am Elternabend gesagt das die Kinder im Falle eines Blackouts beaufsichtigt werden bis sie abgeholt werden. Finde ich generell gut als Basisinformation. Wird im Fall des Falles aber trotzdem eine Herausforderung wegen dem daraus resultierenden Verkehr, etc. Ich hab den Kindern gesagt das ich sie zu einem bestimmten Zeitpunkt abhole - ich hab 11:00 und 15:00 gewählt (noch nicht finster)

  • Bei mir wurde am Elternabend gesagt das die Kinder im Falle eines Blackouts beaufsichtigt werden bis sie abgeholt werden. Finde ich generell gut als Basisinformation. Wird im Fall des Falles aber trotzdem eine Herausforderung wegen dem daraus resultierenden Verkehr, etc. Ich hab den Kindern gesagt das ich sie zu einem bestimmten Zeitpunkt abhole - ich hab 11:00 und 15:00 gewählt (noch nicht finster)

    Warum das? Und wie bist du mit ihnen verblieben wenn du nicht in dem Zeitslot kommst?

  • SirDogder: Die Schule hat hoffentlich auch noch einen Plan B. Abgesehen davon, dass sich die Notfallnummern für Blackout nicht von den Notfallnummern für sonstige Notfälle in der Schule unterscheiden werden dürfte das Telefonnetz im Blackout-Fall recht schnell überlastet sein, so lange es noch einigermaßen funktioniert. Da muss ja dann jeder Rundrufe starten ob bei der Tante auch der Strom weg ist. :rolleyes:

    richtig, guter Einwand. Funktioniert das Handy Netz überhaupt?

    Taken the red one.

  • dürfte das Telefonnetz im Blackout-Fall recht schnell überlastet sein, so lange es noch einigermaßen funktioniert.

    Festnetz funktioniert ohne Strom mit sofortiger Wirkung überhaupt nicht mehr. Da braucht es keinen Blackout für - die heutigen Festnetztelefone sind schon beim Rausfliegen der entsprechenden Sicherung im Haus tot. Genauso ist es beim Router: Strom weg = Internetverbindung weg.


    Dito Mobilfunknetze:

    "Kein Strom, kein Problem – das Handy hat ja einen Akku, richtig? Leider nein. Internet, Fernsehen und Handynetze sind bei einem Blackout tot. Wir klären, was bei Handy, Radio, Internet und Co. bei einem Stromausfall noch funktioniert."


    Blackout: Funktioniert beim Stromausfall das Handy und das Internet? - tarife.at Ratgeber


    "Funktioniert mein Handy beim Blackout?

    Jein. Du kannst dein Handy aufdrehen und die Taschenlampe, sowie alle Apps verwenden, die keine Internetverbindung brauchen. Aber telefonieren, SMSen oder ins Internet kannst du nicht."



    Vor diesem Hintergrund frage ich mich, WIE die Schule/KiTa im Blackout irgendwelche Telefonate führen möchte.

    Haben sie eine eigene Notstromversorgung?

    Auch diese würde ihnen nicht nutzen....




    So langsam frage ich mich ernsthaft, von welchen "Spezialisten" derartige Notfallszenarien geplant und abgearbeitet werden sollen, wenn es doch schon am erforderlichen Grundwissen mangelt!? :/

    Viele Grüße

    Victoria


    "Haben ist besser als brauchen!" :S