Beiträge von Vorsorge_am_NOK

    Möglicherweise bin ich hier im falschen Thread, dann gerne verschieben..


    Mit diesem Thema beschäftige ich mich aktuell ein wenig, um meine Eltern zu nötigen, ein wenig Vorsorge zu betreiben.

    Oben genannte sind ziemlich renitent dem Thema Krisenvorsorge gegenüber, haben aber von Haus aus mitbekommen, lieber mal "ein Packen" beim Einkauf mehr mitzunehmen. Ich habe aber die Hoffnung, zumindest ein Bewusstsein für eine mögliche Krise zu schaffen... Dazu kommt, dass die beiden jetzt nach einem zweimonatigen! Urlaub aus Spanien wieder kommen und die Realität vielleicht anfangs etwas fremd sein könnte...


    Also Status der Vorsorge:


    Vorräte, Wasser wie Lebensmittel, ca eine Woche. Auch für den Hund.

    Heizung ist gesichert, ziemlich fetter Kachelofen im Haus + jede Menge Holz , die werden nicht frieren.

    Medizinische Abdeckung aufgrund ausreichendem Medikamemtenschrank und Berufserfahrung gesichert.

    Wo es deutlich hapert sind Kochmöglichkeiten und Lichtquelle (wo ich weniger das Problem sehe( überzeugungstechnisch) und die Sanitär-/ Hygienegeschichte.


    Prinzipiell finde ich es strange, Ängste schüren zu müssen, um ein gewisses Bewusstsein zu schaffen (nur mal so nebenbei).

    Ein bisschen mehr einzukaufen sollte nicht das Problem sein. Auch hinsichtlich der Kochoptionen kann ich zumindest bei meinem Vater schnell auf offene Ohren treffen (Gaskocher bspw.). beim Thema Sanitär sehe ich aber schwarz, weil "darüber redet man nicht" und "hör doch auf".


    Habt ihr da schon Erfahrungen in der Richtung gemacht oder habt da Vorschläge zur Vorgehensweise?

    Heute die Inventur unseres Lebensmittellagers durchgeführt und nach einem kleinen Zukauf den Vorsorgestand erreicht, den wir angestrebt haben. Die Speisekammer ("Speis", für die Ösis unter uns ;) ) enthält nun genug, um drei Monate ohne bedeutende Versorgungsmöglichkeit von außen gut und abwechslungsreich durchzustehen. Zugegeben sind die Vorräte etwas Kohlenhydrat-lastig und im Bereich Obst etwas dünn aufgestellt. Aber Konserven- bzw. Einweckobst essen wir einfach kaum und im Zweifel lieber zwei Nudeln zu viel als zu wenig... Bis auf Kleinigkeiten für den Seelenfrieden wird da aber nicht mehr hinzukommen. Die Menge und die Zutaten entsprechen im Grunde dem, was wir über die Monate und teils Jahre vernünftig rotiert bekommen, da doch viel frisch verkocht wird.


    Also: Ein weiteres Feld auf der Liste der Dinge, die vor dem kommenden Winter zu organisieren sind, kann abgehakt werden. :) Jetzt gilt es noch die "Energie"- Vorräte hinsichtlich Batterien und ggf. Powerbanks aufzustocken bzw. Lademöglichkeiten fürs Handy (Spotify) und die Fähigkeit zu üben, ohne Strom zu kochen. Ganz oben auf steht der Dutch Oven, mit dem ich am kommenden Wochenende Brot backen werde. Für diverse Gerichte möchte ich dann doch ganz gerne mal einen Probelauf gemacht haben...


    Ansonsten bin ich mir selbst noch nicht so ganz schlüssig, wie mit dem Thema "Sicherheit" umzugehen ist.. Da werden sicherlich (Wortspiel beabsichtigt) noch einige Gedanken in das Thema fließen, ob und was da tatsächlich nötig sein wird...

    Wegen Brand, Hochwasser oder sonstigen von Dritten verursachten Gründen eine BOL aufzubauen, erscheint mir auch nicht zielführend. Wenn es einen Privatverursacher der Beeinträchtigung gibt, so trägt dieser die Kosten für die vorübergehende Unterbringung in Hotel oder angemieteter Ersatzunterkunft, ansonsten greift in vielen Fällen die Gebäude- oder Elementarversicherung. Bei ABC-Vorfällen o.ä. unterstützt bzw. entschädigt mit viel Glück irgendwann der Staat, aber dann ist die Beeinträchtigung meist auch nicht mehr temporär, sondern ein Exodus auf Dauer angelegt.


    Bei Großereignissen wie ABC, äußere Unruhen usw. macht es mE wenig Sinn, 50km weiter irgendwo im Wald zu hocken. Dann hilft nur weg, ganz weit weg. Und in Ganzweitwegistan ist dann halt zu klären, wo und wie man unterkommt. Unter´m Strich erscheint mir eine größere Summe Bares hilfreicher als eine Hütte irgendwo im Nirgendwo.

    Ich glaub, es hängt in Teilen von dem Ereignis ab, vor dem man "flüchten" möchte..


    Der Grundgedanke der BOL geht ja prinzipiell in die Richtung, die auch die BOB verfolgt: Irgendwas passiert aktuell bei einem (als Beispiel: tagelange G8- Revolten; Unruhen wegen Klopapiermangel usw... ) vor der eigenen Haustür und man möchte sich möglichen Gefahren nicht aussetzen und verdrückt sich dann gekonnt in den eigenen Atombunker, in die Waldblockhütte oder biwakt im nächsten Autobahnwäldchen, bis das Gröbste vorbei ist.


    Von da aus kann man das Szenario ja ewig weiter spinnen. Das hängt dann wieder stark von den Neigungen und Vorsorgezielen der Leute ab, demnach auch, was man für die Umsetzung (logistisch und monetär) braucht. Von daher gibt es auch (wie immer bei diesen Themen) kein richtig oder falsch.


    Auf die Osterinseln ins bereits eingerichtete Ferienhaus ziehen, um einem Dritten Weltkrieg zu entgehen, kostet vorab jede Menge Geld, Zeit und Planung. Besonders wenn dann alles husch husch gehen muss. Wenn man dann den Safe Haven erreicht, ist alles tutti. Das so ein System recht starr und man damit unflexibel ist, ist wahrscheinlich eher nebensächlich, da erst einmal ein Gefühl der Sicherheit geschaffen wird und man im Fall der Fälle einen Plan B hat. Ob die Krisen immer so kommen, wie wir uns das vorstellen (oder überhaupt?).. keine Ahnung, wahrscheinlich aber eher nicht. Aber es gibt nun mal Menschen, die sich im Zweifel als dann doch nicht so anpassungsfähig erweisen und denen spontane Entscheidungsfindung nicht ganz leicht fällt. Von daher ist das Ferienhaus weit weit weg durchaus besser als nichts.


    Für meine eigene Situation stimme ich Dir jedoch zu. Lieber Geld auf der Kante, um dann im Krisenfall flexibel reagieren zu können, als ein spezifisches Ziel zu haben. Letztlich weiß man nie, wo wann was wie und wie lange passiert. Part A ist in diesen Extremkrisen überhaupt "raus" zu kommen, Part B wird dann jeweils vor Ort entschieden werden müssen.

    ein Sackerl Aktivkohle kost nicht viel, sauberen Sand und Steine, sowie Stoff und Kaffeefilter hab ich immer daheim, das Ganze dann natürlich noch abgekocht bzw Micropur Forte Tabletten. Gegen Bakterien, Viren, Parasiten sollte das doch reichen wenn ich das richtig verstanden habe. Wo wären dann noch Gefahren wenn ich nach dem System noch "Nottrinkwasser" herstelle auf die ich achten sollte, bzw. wo sind dieser Methode Grenzen gesetzt?

    Das ist tatsächlich auch meine Alternative bei der Wasserversorgung bzw. Filterung.


    Und anstatt der Aktivkohle nehme ich zermahlene Kohle aus der Feuerstelle, filtere das Wasser im Zweifel mehrmals und dann abkochen bzw. Micropur.


    Hilft natürlich nicht bzw nur kaum, wenn da irgendwas an Chemie drin rumschwappt oder man schnell unterwegs was braucht.. Aber für meine Bedürfnisse wirds reichen..

    Das ist der Grund, warum ein Wohnort nördlich des Elbtunnels nicht in Frage kommt.


    Hat natürlich auch den Vorteil, dass die Fluchtrouten nach Norden nicht so hoch bzw. nicht noch höher frequentiert wären.. Außerdem ist der Weg nach Island von hier auch schnell eingeschlagen :P


    Stimme Dir allerdings zu, dass dadurch richtungstechnisch schlichtweg eine Route bzw. Option genommen wird... Aber an sowas hab ich damals beim Hauskauf und der Jobwahl nicht gedacht.

    Hast du das Brot die ganze Zeit 4 Stunden 20 Minuten) gebacken? Oder hast du es vorher rausgenommen?

    Nein, es wurde die volle Zeit über gebacken.. Keine Ahnung, ob es 30 Minuten weniger auch getan hätten.. Aber geschadet hat es zumindest nicht. + der "Ofen" geht nach getaner Arbeit von alleine aus :P


    Achso, noch ein obligatorischer Hinweis: Die Teelichter nicht zu nah aneinander stellen, damit es nicht zu einem Paraffin-Brand kommt...

    Ich hab mich heute der Aufgabe gewidmet ohne Strom ein Brot zu backen. Dem Thema "Redundanz" folgend habe ich neben meinem Gasgrill und dem Dutch Oven noch eine weitere Alternative gesucht und auch gefunden: Backen mit Teelichtern.


    Folgender Aufbau:


    Alte Pfanne als Ständer für den Rost und Behälter für die Teelichter

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    Darauf ein großer Topf als Garkammer-Ersatz mit Schrauben als Abstandhalter auf dem Boden für die Wärmezirkulation. Darauf dann der Topf mit dem Brotteig. Abgeschlossen wird das ganze dann mit dem Deckel des großen Topfes.

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    Genutzt habe ich 9 Teelichter mit Brenndauer von 4 Stunden, die unter dem großen Topf positioniert und vollständig abgebrannt wurden (waren tatsächlich 4h 20).


    Ich war etwas skeptisch, aber nach einer gewissen Zeit konnte man zumindest Veränderungen beim Teig feststellen.


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    Das Endergebnis konnte sich dann tatsächlich sehen lassen. Das Brot hatte, aufgrund der fehlenden Gesamttemperatur, keine Kruste sondern nur eine Haut (vergleichbar mit einem weichen Fladenbrot würde ich sagen), war aber innen wunderbar fluffig und komplett durchgebacken.


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    Der Rand war ein wenig angebacken, der Boden jedoch nicht. An der Stelle hatte ich nämlich nicht mit Mehl gegeizt, da ist nichts hängen geblieben.


    Zum Teig: Nichts dolles, 500g Dinkel-Mehl auf 60% lauwarmes Wasser, Päckchen Trockenhefe und ein TL Salz.


    Fazit: Dafür, dass man nur mit Teelichtern hantiert, kann sich das Ergebnis definitiv sehen lassen. Auch wenn ich diese Methode erst nutzen würde, wenn Gas und Kohle verbraucht sind, ist das eine nützliche Alternative. Ist vielleicht eine Methode, die im Fall der Fälle auch in der Nachbarschaft gestreut werden kann, wenn denn tatsächlich mal der Strom für ein paar Tage weg ist.


    Getreu dem Motto: Gib einem Menschen ein Brot, ernährst du ihn für einen Tag.. Gib ihm Teelichter, dann.. So oder so ähnlich ;)

    Also nachdem ich mich jetzt ein wenig mit dem Thema auseinandergesetzt habe, bin ich zu dem Entschluss gekommen, dass die Anschaffung einer Trenn-Toilette zwar durchaus sinnig ist, mir aber für den daraus entstehenden Nutzen zu teuer ist, als dass ich dem Ding eine hohe Priorität einräumen würde.


    Für die Notdurft hatte ich originär zwei Varianten für unsere Familie in petto:


    1. Über die reguläre Toilette einen großen Müllsack spannen und darüber bzw. da rein noch einen kleineren, wasserdichten Sack zum befüllen und tauschen.. d.h. man benutzt die reguläre Toilette und tauscht dann, nach Bedarf, den kleinen Sack und feuert den in die schwarze Tonne.


    2. Eher die Notlösung: Eimer, Rohrisolierung und Hasenstreu und dann ab in den Wald hinter unserem Grundstück (vergraben natürlich) mit den Hinterlassenschaften.


    Möglicherweise werde ich da ne Kombi-Variante daraus machen. Also das Flüssige in den Eimer und dann damit ab in den Wald, ausgewaschen mit einer geringen Menge Wasser.

    Die Sitzungsresultate kommen dann in die Klobeutel mit Kleintierstreu, um einerseits den Geruch zu negieren und auch die Wechselhäufigkeit der Beutel zu reduzieren.


    Was den generellen Umgang mit Fäkalien angeht, sind meine Frau und ich durch den Nachwuchs glücklicherweise abgehärtet.

    Noch ist das gute Stück nicht da, aber wenn, berichte ich, gerne auch als Erfahrungsbericht zur Handhabung :)

    Mit dem Thema beschäftige ich mich derzeit auch, also gern von deinem Praxistest berichten. Aber beim Erfahrungsbericht gern auf Bilder verzichten ;)

    Denke dass man die Serie im Bälde sicherlich auf div. Streaming-Plattformen wie z.B. Flimmit, Joyn Plus+, GoogleTV, Amazon Prime, uvm. findet? Dann halt leider nicht mehr gratis sondern als Bezahlversion oder gegen ein kostenpflichtiges Abo ...

    Bei Joyn Plus gibt es die Blackout-Serie bereits (oder gab es zumindest).. Hab mir dafür das einmonatige Probeabo geholt und dann wieder gekündigt :saint:

    Heute mit meiner Frau eine Vorratskammer eingerichtet :)


    Unsere Vorräte waren bisher alle in wenige Schränke im Hauswirtschaftsraum gestopft, was die Bestandskontrolle etc. eeeetwas schwierig gemacht hat. Heute haben wir eine kleine Abstellkammer bei uns entrümpelt und alle Vorräte säuberlich sortiert dorthin umgeräumt.. Ist jetzt alles viel übersichtlicher und plötzlich ist auch mehr Platz für Vorräte da :)

    Bei einem großflächigen Stromausfall werden die Menschen im Auto relativ rasch merken, dass was gröberes los ist und sich zwangsweise ans Autoradio wenden, mangels Alternativen.


    Das Handynetz wird nämlich kurze Zeit später tot sein und somit hat es sich auch mit Spotify erledigt.

    Naja, die runtergeladene Playlist von Spotify läuft auch ohne Netzverbindung.. Dennoch, wenn die Leute merken, dass alle Lichter/ Ampeln aus sind, werden die schon auf die Idee kommen das Radio einzuschalten.. Vermutlich... :/

    Ich habe heute den Vorrat an Nureflex für Kinder aufgestockt. Nachdem das bei den Kindern belieeet Orangengeschmacks-Nureflex aktuell nicht erhältlich ist und lt Apotheke frühestens in 6 Wochen wieder, aber sie glauben nicht daran,- habe ich mich mit Erdbeergeschmack-Nureflex eingedeckt. Besser als nichts - zwar noch nicht auf der Liste der eingeschränkt erhältlichen Medikamente, aber bei uns im Umkreis auch bereits schwer erhältlich.

    Das haben wir auch schon gemacht... Seit einigen Monaten ist der kaum irgendwo zu bekommen, da haben wir dann zugeschlagen, als unsere Apotheke plötzlich welche auf Lager hatte.. Im Zweifel wären noch Zäpfchen da, aber da hat zumindest meine Große überhaupt kein Bock mehr drauf...

    Ich bin über jedes Dorf, jede Gemeinde, jede Stadt und jeden Kreis dankbar, bei denen sich solche Gedanken gemacht werden. Dass die Vorsorge, gesellschaftlich gesehen, als irrelevant gilt, ist doch nicht neu.. doch jedes Mal, wenn sich irgendein Örtchen auf den Weg macht und rausfindet, dass es von Tuten und Blasen absolut keinen Schimmer hat und im Ernstfall die absolute Überforderung/ Handlungsunfähigkeit droht, werden im Nachgang (hoffentlich) Vorbereitungen getroffen.


    Besser jetzt, als nie.