Planung Haussicherungskasten

  • Hallo allerseits,


    wie würdet ihr Euren Haussicherungskasten planen?


    Ich habe mir gedacht, dass der Einbau eines Trennschalters für den Betrieb eines Notstromaggregates unbedingt notwendig ist.

    Ausserdem glaube ich, dass alle Geräte welche ich im Notfall mit dem Notstromaggregat betreiben will an demselben FI hängen sollen.


    Als Nichtelektriker fällt mir nicht mehr ein...

    Habt Ihr noch Ideen/Anregungen dazu?

  • Nudnik

    Hat das Thema freigeschaltet
  • Ich würde mich auf jeden Fall an den spezialisierten Elektriker des Vertrauens wenden.

    Bei uns hängen nur bestimmte Geräte (TK, Kühlschrank ...) am Notstrom; Leuchten, TV etc. gehören nicht dazu.



    Ich bin mir sicher, dass es nicht so empfehlenswert wäre, wenn man z. B. als einziger Haushalt weit und breit bei einem Blackout normale Beleuchtung hätte. ;-)

    Das könnte eher negative Auswirkungen haben.

    Think positive, stay negative! :)

  • Ich würde die gesamte Hausinstallation notstromberechtigt machen. Dann hat man die Möglichkeit, bei Bedarf alles zu betreiben, was man möchte. Ob man die Geräte verwendet oder nicht, kann man im Notfall immer noch entscheiden. Hingegen wird eine nachträgliche Änderung der Installation unnötig teuer. Auch die Anforderungen können sich im Laufe der Zeit ändern.


    Bei mir werden im Notstrombetrieb die nicht benötigten Stromkreise per Leitungsschutzschalter deaktiviert.


    Wichtig ist noch eine penible Kennzeichnung/Beschriftung aller Leitungen, auch an der PE- und der Neutralleiterschiene im Verteilerschrank. Das erleichtert später die eventuell notwendige Fehlersuche erheblich.

  • Genau, deshalb ist es für mich wichtig, alle möglichen Geräte (Brunnenpumpe/Nutzwasser, TK, ev. Waschmaschine, ev. Wärmepumpe, Steckdosen für Batterieladegeräte, etc.) mit einem FI mit mehreren LS schalten zu können.

    Damit können alle anderen FI's mit den daran hängenden LS's abgeschaltet werden.


    Die Frage ist nur: Was soll da sonst noch rein ausser dem Trennschalter?

  • Die Frage ist nur: Was soll da sonst noch rein ausser dem Trennschalter?

    Phasenkontrollleuchten, z.B. sowas da: https://www.amazon.de/Leuchtme…MTKN?tag=httpswwwaustr-21 damit Du siehst wann der Netzstrom wieder da ist.


    Womit ich noch liebäugle ist eine Zentral-USV, also eine Batteriebank mit Spannungswandler und Ladegerät, idealerweise noch mit Solarladung, die bestimmte Stromkreise (Heizung, (Not-)Beleuchtung, Internet-Router, etc) für einige Zeit betreiben kann. Damit kann man normale Stromausfälle bis zu ein paar Stunden ganz ohne Aggregat überbrücken und bei einem längeren Ausfall bräuchte man nur tagsüber ein paar Stunden das Aggregat um die Akkus wieder zu laden und eventuell größere Verbraucher zu betreiben. Dabei gibt es allerdings einige Variablen die sich stark auf Komplexität und Kosten auswirken können, daher wird die Umsetzung dieses Jahr wohl nichts mehr bei mir.

  • Bei mir sind da unter anderem eine Hutschienensteckdose, mehrere Siemens Logo-Module, ein 12V-Trafo, ein Schütz, der von einem zentralen Dämmerungsschalter gesteuert wird, jede Menge Leitungsschutzschalter etc. drin.


    Du kannst deinen Notstromumschalter auch unmittelbar hinter der Messeinrichtung anordnen, dann ist auch der Betrieb mehrerer FI-Schalter möglich.

  • Wichtig ist noch eine penible Kennzeichnung/Beschriftung aller Leitungen, auch an der PE- und der Neutralleiterschiene im Verteilerschrank. Das erleichtert später die eventuell notwendige Fehlersuche erheblich.

    Das kann ich zu 100 % unterschreiben. *hüstel*

    Think positive, stay negative! :)

  • So schaut mein Kasten aus: Netzersatzanlage - (Haus an Notstromaggregat)

    check auch Netzersatzanlage - Test, Probelauf und Einlagern des Generators


    Ich hab mir ein 16A-Schuko-Stecker-auf-32A-CEE-Kupplung Adapterkabel gebaut. Die 230V Phase wird dadrin auf 3 Phasen gesplittet (0° Phasenverschiebung).

    Somit hab ich alle FI und alle LS auf einer Phase unter Ersatz-Strom.

    Solange ich keine Drehstrom 400V Geräte verwenden möchte, ist das egal. Und da mein Generator auch keine 16A schafft, hab ich auch keine mögliche N-Leiter-Überschreitung und auch nicht genug Leistung um ein 400V Gerät zu verwenden. Wenn ich 400V Geräte mit großer Leistung verwenden möchte, dann muss ich auch ein CEE 400V Aggregat mit großer Leistung hinstellen und mit 5-adrigen kabeln das Haus dran anstöpseln.

    Die Herdplatten meines E-Herds sind alle mit 230V angeschlossen. anyhow, dieser LS wird bei Ersatzstrom Betrieb abgeschalten. Gekocht wird dann Stromlos.


    Habe jetzt FI's für 1. Drinnen, 2. Draußen, 3. EDV, 4. Tiefkühler

    Der Drinnen-Kreis ist am meisten aufgesplittet in verschiedene LS.



    Auf beiden Seiten meines HIM404 Lastumschalters habe ich eine Phasenanzeige (BZ106803), jede Phase mit einem PLSM-B6 abgesichert. Die Spannungsanzeige (167285) hätts auch von EATON gegeben, war aber teurer. Man kann somit einfach einsehen ob das Netz verfügbar ist, sowie ob der Generator angestöpselt ist und läuft. Das ist Hausfrauen geeignet, kein herumstöpslen und rauskramen des Multimeters notwendig.

    Auf der Netzseite sitzt der NEOZED Block mit Neozed-Sicherungseinsatz 35A, D 02, als Vorsicherung für den Lastumschalter und die FI's. Hab mir Reserve NEOZEDs 35A und 25A in den Zählerkasten gepackt.

    Auf der Ersatzstromseite habe ich einen PLSM-C25-3N als Vorsicherung für den Lastumschalter und die FI's dahinter, als auch als Absicherung für die Leitung zum Lastumschalter.


    Die FI's sind PFIM-40/4/003-XG/A weil die Version "Vorsicherungsfest". Ist so eine beknackte Regel die nur für Österreich gilt, der FI darf somit mit dem Nennstrom 40A vorgesichert werden 35A Neozed. Sonst müsste man in Österreich einen 40A FI mit 25A vorsichern.


    Auf der Ersatzstromseite geht ein 10mm² Kabel mit 5 Adern raus aus dem Zählerkasten auf eine PCE 525-6 CEE-Wandgerätestecker 32A 5p 6h



    Ordentliche Gummi Schuko Verlängerungskabel 2,5mm², damit ich vom Zählerschrank nach draußen komme.

    Adapter-16A-CEE-Stecker-auf-32A-CEE-Kupplung damit ich auch mit gängigeren 16A-CEE Kabeln verbinden kann.



    Für die Zukunft ist geplante Erweiterungen:

    Das Licht in der Küche und der Kühlschrank in der Küche soll mit auf den Tiefkühler FI Kreis, dafür muss ich aber Leitungen ziehen nach unten. Küche und Kühlschrank sind Geräte die man jeden Tag in der Früh verwendet. So merkt man einen Stromausfall bei den Tiefkühlern am schnellsten.

    Und einen Stromausfallmelder für diesen Stromkreis, aber da suche ich noch einem passenden Gerät.

    Mauerdurchbruch um draußen einen kleines Schuko/CEE Terminal zu installieren fehlt mir auch noch. das kommt eventuell demnächst dran. damit ich da dran das Aggregat stöpseln kann und nicht durch ein Kellerfenster raus muss.

  • Bei mir hängt die Einspeisung auch nach dem Stromzähler. Zwischen dem Stromzähler und der Einspeisung habe ich ein Trennschalter. Bevor es mit der Spannung zum Sicherungskasten geht.

    Und alles am Sicherungskasten funktioniert bei Notstromumschaltung in fast* gewohnter weise.

    * Man muss immer die Leistung vom Notstromaggregat berücksichtigen!